Jahresarchiv 2018

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Kommende Veranstaltungen: Industrie 4.0: Additive Fertigung

Teilnehmer dieses Kurses werden in die Grundlagen der industriellen additiven Fertigung (AM) eingeführt. Die unterschiedlichen AM Technologien werden ausführlich behandelt, dabei wird auf die Unterschiede im Bereich der Hardware und der Prozesskontrolle näher eingegangen. Die Rolle der Materialien in der AM wird zusammen mit den Herausforderungen denen Ihre Anwender gegenüberstehen diskutiert. Die Vorteile von AM werden anhand der Wertschöpfungskette und Marktpotenzial verdeutlicht. Ein abschließendes Fallbeispiel zur Implementierung eines AM Werkzeuges liefert eine erste Hilfestellung zur Anwendung in der Praxis.

Das Lernziel der Teilnehmer ist ein grundlegendes Verständnis von industriellen AM Werkzeugen.

Veranstaltungsort

IMAPS – Steinbeis-Beratungszentrium

Willy-Andreas-Allee 19, 76131, Karlsruhe

Steinbeis-Haus Karlsruhe

Datum

17.05.2018 und 07.06.2018

Uhrzeit

09:00 Uhr – 15:00 Uhr

Dauer

6 Stunden

Anmeldeschluss

10.05.2018

Teilnahmegebühr

240 € zzgl. MwSt.

Fragen zur Anmeldung

Seminarmanagement IMAPS

+49 177 6774723

Fragen zum Inhalt

Prof. Dr. Brando Okolo

E-Mail: brando.okolo@steinbeis-imaps.de

Programm

09:00

Eintreffen der Teilnehmer und Referenten

09:30

Begrüßung

09:40

Additive Manufacturing Technologien

·         Additive Fertigung im Kontext Industrie 4.0

·         Semantik: AM und 3D Druck

·         Flüssigkeiten basierende Systeme (SLA, CLIP, Polyjet, Biodruck)

·         Puder basierende System (SLS, SLM, EBM)

·         Fester Zustand (Filament, dünne Blätter/Folien) Systeme (LOM, FFF/FDM)

12:00 – 12:30

Pause / Networking

12:45

Additive Manufacturing in aktuellen Industrieanwendungen

 

·         Wertschöpfungskette

·         Marktpotenzial

·         Niedrige Stückzahl, Kosten- und Zeitfaktoren

Fallbeispiel: Implementierung eines AM Werkzeugs

·         Benutzerspezifische Anwendungsbereiche

·         Identifikation des Anwenderbedarfs

14:45

Zusammenfassung / offene Fragen und Diskussionsrunde

15:00

Ende

Vonimapsadmin

Das disruptive Potential des 3D-Drucks für deutsche Unternehmen

Die Marktforschungsfirma IDC verkündete in Ihrem „Semiannual 3D Printing Spending Guide“, dass die weltweiten Ausgaben für den 3D-Druck bis 2020 auf 35,4 Milliarden US-Dollar (31,54 Milliarden Euro) steigen werden. Somit würde sich die jährliche Wachstumsrate von 2015 bis 2020 auf 24,1 Prozent belaufen.

Besonders der verstärkte Einsatz von additiven Fertigungstechnologien zur Herstellung von Prototypen und individuell angefertigten Produkten, welche zunehmend auch für die Massenfertigung vorbereitet werden, tragen zu dieser enormen Steigerung bei. In der Automobil- sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie wird dabei mit Rapid Prototyping und 3D-Design der höchste Umsatz erzielt.

Nach einer Umfrage von Ernst & Young liegen vor allem deutsche Unternehmen deutlich vor der internationalen Konkurrenz im Einsatz von additiven Fertigungstechnologien. Hierzu wurden 900 Unternehmen weltweit zu Ihrer Nutzung von additiven Fertigungstechnologien befragt. Mit 37 Prozent liegt Deutschland deutlich vor den USA mit nur 16 Prozent und China mit 24 Prozent.

Diese hohe Nachfrage im Bereich 3D-Druck begründet sich durch die schier unendlichen Möglichkeiten zur Herstellung von hochkomplexen Formen aus unterschiedlichsten Materialien, wie zum Beispiel Silikon, Kunststoff, Metall, Nylon oder sogar organischen Stoffen. Diese Formen finden bereits Anwendung in Flugzeugen der Firma Airbus, in Maschinen namhafter deutscher Automobilhersteller sowie in der Medizin zur Herstellung von Spezialinstrumenten, Prothesen, Implantaten oder Dentalgeräten.

Infografik: Deutschland öffnet sich zunehmend für den Einsatz von 3D-Druck in Unternehmen (Bild © Ernst & Young GmbH).

Der Markt für medizinischen 3D-Druck wächst Prognosen zufolge um durchschnittlich 17,5 Prozent pro Jahr. Als bedeutendste Anwendung führt der Bericht die orthopädischen Implantate auf.

Die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen spielt bereits eine wichtige Rolle in der Automobil- und Verpackungsindustrie. Die Möglichkeit diese mittels FFF-Technologie zu verarbeiten bietet viele Vorteile wie Material- und Zeitersparnis und damit Kostensenkung bei der Prototypisierung.

Der Einsatz des 3D-Drucks in Deutschland generiert bereits einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro, schätzt Ernst & Young. Der Gesamtumsatz des 3D-Drucks weltweit beträgt aktuell circa 10 Milliarden Euro – Tendenz stark steigend. Mit der Möglichkeit jedes Produkt auf Bestellung individuell zu fertigen und direkt an Kunden zu versenden, setzten insbesondere deutsche 3D-Druck-Unternehmen einen großen Meilenstein im Fertigungsbereich.

Das Interesse an 3D-Drucktechnologien und deren nahezu unendlichen Möglichkeiten ist in den vergangenen fünf Jahren enorm angestiegen, wodurch sich das disruptive Potenzial des 3D-Drucks als zutreffend erwiesen hat.

Deutsche Unternehmen sind gut beraten, ihre führende Rolle in diesem Bereich zu behaupten und auszubauen.